Der ausrichtende Verein, Harzer KanuClub Königshütte e.V., schaffte trotz massiver Beschwerden durch umliegende Hotels und Gaststätten im Vorfeld der Veranstaltung, die Sperrung der B27 in Königshütte Richtung Elend für die Dauer der Ostdeutschen Meisterschaft zu organisieren und damit den traditionellen Wettkampf zu ermöglichen.
Karim (vorn) und Thorsten in Tor 18
Foto: Bernd Schade
Immerhin reisten 313 Teilnehmer mit Ihren Betreuern, Kamprichtern, teils Eltern und Schlachtenbummlern an, die von Freitag bis Sonntag auch die umliegenden Hotels bewohnten - kaum anzunehmen, dass der Durchgangsreiseverkehr mehr Umsatz generiert hätte.
In 44 Rennen verschiedener Boots-, Alters- und Leistungsklassen fanden insgesamt 383 Einzel- und 67 Mannschaftsstarts statt.
Dabei machte die Kalte Bode ihrem Namen alle Ehre. Bei 7 °C Wassertemperatur und scheinbar kaum höheren Außentemperaturen kämpften sich die Slalomkanuten über den Parcours. Dieser begann wie immer mit dem Rutsch über das Wehr und durch die erste Walze, es folgte eine technisch anspruchsvolle Abwärtskombination, anschließend die erste schnelle Sprintstrecke und weitere 5 Tore im Mittelteil, dann eine längere kraftzehrende Sprintstrecke durch flaches Wasser, ab Tor 14 dann wider schnelles Wasser und kurz vor dem Ziel noch zwei schwer befahrbare Aufwärtstore (18 und 20).
Ostdeutsche Meister wurden Julia Tiedeken K1 Schülerinnen B, das Jugend C2 Team Karim Hafsaoui - Thorsten Rinck und Karim Hafsaoui im K1 Jugend (mit reichlich 9 s Vorsprung!). Ebenfalls im Rennen der Jugend K1 kam Georg Henniger auf Platz 3 nur ca. 2 s hinter dem amtierenden Deutschen Meister Andreas Post aus Hamm. Andrea Rinck wurde zweite Juniorin im K1.
In den Mannschaftsrennen dominierten die Jenaer Karim Hafsaoui - Georg Henniger - Thorsten Rinck bereits im fünften Jahr das Feld. Unsere Nachwuchsmannschaft der Schülerinnen B K1 wurde zweite.